Greppen teilte im wesentlichen die Geschichte des Nachbarorts Weggis. So gehörte es den Habsburgern und fiel 1406 als Teil der Vogtei Neuhabsburg durch Kauf an Luzern. Im Jahre 1803 wurde es dem Amt Luzern zugeteilt.

Historiker Josef Muheim, Greppen

Historisches Lexikon der Schweiz



1259 Mit "Henricus de Crepon" erscheint Greppen erstmals in Urkunden
1352 Die Kriegssteuerliste Luzerns enthält 51 Personen aus Küssnacht und Greppen
1385 Luzern nimmt unter anderen auch 17 Männer aus Greppen als Bürger auf
1406 Luzern kauft das Amt Habsburg, wozu auch Greppen gehört
1488 Unter Baumeister Hans Felder erhält Greppen eine gotische Wendelinskirche
1545 Erste Erwähnung einer Mühle, um 1885 stillgelegt
1573 Grepper Tuffsteine werden am heutigen Regierungsgebäude in Luzern verbaut

1627 Errichtung der St. Wendelinsbruderschaft, welche heute noch existiert
1634 Greppen wird Kaplanei und erhält damit einen ständigen Priester
1636 Bau eines Pfrundhauses, heute Pfarrhaus
1645 Die gotische Kapelle muss einer neuen Kirche Platz machen
1647 Der Bischof von Konstanz weiht die heutige St. Wendelinskirche ein
1659 Jakob Greter erhält ein Tavernenrecht, heutiges Wirtshausschild "St. Wendelin"
1684 Vier Grepper pilgern nach Rom und bringen Reliquien des hl. Felix heim
1712 Drei Soldaten aus Greppen benehmen sich am Villmergerkrieg aufständisch
1759 Das Gasthaus "St. Wendelin" wird an den heutigen Standort verlegt
1760 Erst jetzt kommen St. Wendelinspartikel in die Kirche von Greppen
1798 Der helvetische Freiheitsbaum im Dorf Greppen wird von Schwyzern umgeworfen
1799 Greppen kämpft erfolgreich für eine eigene Pfarrei


1800 Neben der Kirche in Greppen wird ein Friedhof angelegt
1802 Grepper wirken am Sturz der helvetischen Verfassung mit
1807 Felix Greter im Ried(hof) vermacht der Kirche testamentarisch 1'000 Gulden
1808 Auch südlich der Kirche wird ein Friedhof angelegt, 1931 erweitert
1809 Das erste Schulhaus wird als Anbau zum Spitelhaus gebaut
1817/18 Die grosse Hungersnot kostet die Gemeinde 1'700 Gulden
1819/20 Greppen und Vitznau helfen in Weggis einen Rigiweg bauen
1820 Ankauf der ersten Feuerspritze für zwei Dublonen
1825 Bau einer Schiffshütte, wo heute das Schützenhaus steht
1833 Joachim Feierabend, Arzt in Küssnacht, kauft das Bürgerrecht in Greppen
1834 In Greppen bildet sich eine Schützengesellschaft, 1850 und 1889 wiederbelebt
1837 Das erste Dampfschiff fährt über den Vierwaldstättersee
1840 Ältester und bekannter Brandfall, Haus und Scheune im Bühlhof
1845 Ein Grepper befindet sich unter den gefangenen Freischaren
1847 Wegen dem Sonderbund erhält auch unser Dorf eidgenössisches Militär
1848 Die erste Postablage kommt in das Steinmatt-Haus
1866 Eine Gesellschaft projektiert eine Rigi-Bahn mit der Talstation Greppen
1869 Mit der Schiffsbrücke erhält Greppen Anschluss mit der Dampfschifffahrt
1870 Greppen eröffnet seine eigene Rigistrasse zum Rigi-Känzeli
1874 Eisenbahnprojekt durch Greppen (Zürichsee-Gotthardbahn)
1875 Melchior Greter erhält ein Wirterecht auf Neuhaus, heute Gasthaus "Rigi"
1876 Die Kirche erhält die vier heutigen Glocken, welche Total 1'847 kg wiegen
1891 Die Familie Zimmermann übernimmt die Sägerei am See
1893 Erstmals finden Wahlen mittels einer Urne statt
1897 Das Telefon kommt ins Dorf, im Gasthaus "St. Wendelin"


1900 Die Käsereigenossenschaft baut eine Käserei, heute Familie Hegglin
1910 Das elektrische Licht hält Einzug in unsere Gemeinde
1910 Neues Schulhaus am alten Platz, heute Gemeindehaus
1913-17 Direktor Gebhard Kupferschmid betreibt auf Langrieden ein Männerheim
1919 Der Lastwagen der Sägerei Zimmermann ist das erste Auto im Dorf
1920 Anstelle der Schiffshütte entsteht ein Schützenhaus
1921 Die Gesamtschule wird in eine Ober- und Unterschule geteilt
1931 Die Feuerwehr erhält eine Motorspritze, welche bis 1960 in Betrieb steht
1932 Oberhalb des Dorfes entsteht die neue Kantonsstrasse, der Verkehr wird nun nicht mehr durchs Dorf geführt
1932 Der Autobuskurs Küssnacht-Greppen-Weggis nimmt den Betrieb auf
1933 Grossbrand in der Sägerei, anschliessend Bau des grossen Werkgebäudes
1934 Sehr grosse Überschwemmung durch den Rubibach, besonders in der Lohri
1936 Primiz von Franz Xaver Studer (1908-1965) vom Riedhof
1937 Josef Greter baut im Kriesbaumhof eine Schreinerei, heute Firma Amgarten
1940 Kreuz im Riedhof als Dank für Verschonung bei der Viehseuche
1946 Erstmals wallfahren die landw. Dienstboten nach Greppen, seither jedes Jahr
1947 Die Korporation erstellt die Seilbahn Bühlwäldli-Altschwändi, 1984 demontiert
1950 Franz Amrein baut in der Lohri eine Landmaschinenwerkstatt, heute Odermatt
1954 Die wöchentliche Kehrichtabfuhr wird eingeführt, Deponie Wissehrli
1962 Anton Greter baut ein neues Postlokal mit Wohnhaus, bisher in der Kapellmatt
1962 Die Gemeindewasserversorgung wird in Betrieb genommen
1965 Wegen Parkplätzen verschwindet der Dorfbrunnen unterhalb der Kirche
1965 Errichtung des Wendelinbrunnens bei der Kirche
1966 Die Gemeinde kauft im Oberhaus und in der Kapellmatt Bauland
1967 Eröffnung des Turn- und Spielplatzes auf der Kapellmatt, unterhalb Friedhof
1969 Die Baugenossenschaft baut das 6-Familienhaus "Oberhausmatte"
1970 Neues Schulhaus mit Turnhalle auf der Kapellmatt
1970 Die ARA im Riedhof nimmt den Betrieb auf, seit 1982 Pumpstation GVRZ
1971 Das hölzerne Autobus-Hüttli muss einem Normbau weichen
1972 Die Gemeindeversammlung beschliesst die Zonenplanung, 1980/1988 genehmigt
1973-2000 Stiftung Kranken- und Notfallfahrzeug Weggis und Umgebung
1974 Greppen wählt die erste Gemeindeschreiberin im Kanton Luzern
1975 Bau der Leichenhalle neben dem Friedhof
1976 Entlang der Kantonsstrasse wird ein Trottoir nach Weggis gebaut
1976 Mit der Überbauung "Chriesbaumhof" nimmt die Bautätigkeit seinen Anfang
1977 Neutrassierung der Dorfstrasse von der Post zur Ausfahrt Richtung Weggis
1978 Anton Baumann, Dirigent der Musikgesellschaft Greppen, wird Ehrenbürger
1979 Greppen senkt den Steuerfuss um eine halbe Einheit
1979 Gemeinderat/Verkehrsverein werben für "Greppen als Wohn- und Erholungsgebiet"
1979 Gemeinde erteilt eine Konzession für Kabelfernsehen ab Privatanlage Seeboden
1980 Aufgabe der Kehrichtdeponie Wissehrli und neue Abfuhr durch Spezialfirma
1980 Ambulante Krankendienste der Seegemeinden, seit 1991 Spitex genannt
1980 Bau des "Schönegg"-Gebäudes und den Gemeinde-Zivilschutzanlagen
1980 Einweihung der Güterstrasse Fluh-Oberstutzberg-Bärgli
1980-1986 Café "Schönegg"
1981 Baulanderschliessung im Sagirain
1981 Beginn der Überbauung im Oberhaus (oberhalb der Kantonsstrasse)
1981 Der Autobahn-Anschluss Küssnacht bringt Greppen näher ans Strassennetz
1982 Baulanderschliessung in der "Kleinrieden"
1982 Der Rigilehnenweg von Immensee bis Gersau wird eröffnet
1982 Die Gemeinschafts-Antennenanlage wird in Betrieb genommen
1982 Der Regierungsrat bewilligt definitiv einen Teilzeit-Kindergarten
1983 Walter Gubser eröffnet den "Treffpunkt-Oberhaus" mit Galerie (bis 1997)
1984 Das Regionale Alterszentrum "Hofmatt" in Weggis nimmt den Betrieb auf
1984 Mit Unterstützung der Gemeinde wird im "Schönegg" ein Dorfladen eröffnet
1985 Die Firma BAG nimmt den Produktionsbetrieb in der Kleinrieden auf
1985 Die Raiffeisenbank verlegt ihre Bankschalter in das Dorf, Haus Pilatusblick
1990 Der alte Brauch "Sternsingen" wird eingeführt
1991 Bau eines Rad- und Gehweges mit Grünstreifen vom Dorf bis Scheidbach
1991 Für ältere Leute wird ein periodischer "Mittagstisch" eingeführt
1993 Erschliessung der Parzelle "Gütsch" an der alten Gütschstrasse
1994 Schulhaus-Erweiterungsbau mit Mehrzweckraum und Unterniveaubau
1994 Unwetterschäden im Oberfeld, Kleinhaus und Anger
1995 Die älteste Luzernerin Marie Greter stirbt in Greppen im 107. Altersjahr
1995 Neubauten Bächtelmattli neben der Käserei und im Lohri
1995 Archäologische Grabungen in der Pfarrkirche
1995 Der Verkehrsverein organisiert erstmals den begehbaren Adventskalender
1995 Die Feuerwehr erhält ein Pikett-Fahrzeug
1996 Neubauten im Strassendreieck unterhalb der Käserei und in der Kapellmatt
1996 August Hofmann eröffnet im "Schönegg" ein Elektrofachgeschäft
1996 Erstmals wird eine Frau in den Gemeinderat gewählt
1996 Ausarbeitung eines generellen Wasserversorgungsprojekts (GWP)
1996 Ablehnung der Steuererhöhung von 2.1 auf 2.3 Einheiten
1997 Wanderweg-Richtplanung der Seegemeinden Greppen-Vitznau-Weggis
1997 Gemeindeversammlung genehmigt Totalrevision Bau- und Zonenreglement
1997 Einführung runder Tisch (Gedankenaustausch zwischen Behörden und Bürgern)
1997 Reduktion der Mitgliederzahl der Schulpflege Greppen von 7 auf 5 Mitglieder
1997 Gründung der Stiftung Regionalmuseum der Luzerner-Rigi-Gemeinden
1998 Gemeindeversammlung genehmigt neues Wasserversorgungsreglement sowie ein neues Siedlungsentwässerungsreglement
1998 Die Steuerämter Greppen und Weggis werden zusammengeschlossen
1999 Die Gemeinde tritt dem Gemeindeverband für Kehrichtbeseitigung Region Luzern (GKLU) bei

2000 Nichtwiederwahl des amtierenden Gemeindepräsidenten (bisher 1 CVP, 2 LP - neu 1 CVP, 1 LP, 1 Parteiloser)
2000 Im Riedhof wird ein neues Pumpwerk für die Gemeindewasserversorgung in Betrieb genommen. Ebenso Totalrevision Wasserreservoir Tannli
2000 Die Grundwasserfassung beim Seehof wird stillgelegt
2000 Regionalisierung der Zivilschutzorganisation von Greppen-Vitznau-Weggis
2000 Gründung Schutzwaldpflege-Genossenschaft der Luzerner Rigi-Gemeinden
2001 Verkehrsverein Greppen wird aufgelöst
2001 Totalrevision Abfallentsorgungsreglement (Einführung verursachergerechter Gebühren)
2002 Verkehrs- und sicherheitstechnische Sanierung der Kantonsstrasse K 2b mit Verschiebung der Rigistrassen-Einmündung samt Bushaltestellen
2002 Das 300-Meterschiessen beim Schützenhaus wird aus umwelttechnischen Gründen eingestellt